Vereinssatzung

§ 1: NAME, SITZ, GESCHÄFTSJAHR

  1. Der Verein trigl den Namen SPIELwagen 1035. Nach der Eintragung ins Register führt er den Namenszusatz “e. V.“
  2. Gründungsdatum ist der 1.11.1990.
  3. Der Verein hat seinen Sitz In Berlin-Friedrichshain.
  4. Der Verein ist in Berlin-Friedrichshain/Kreuzberg tätig.
  5. Geschäftsjahr ist des Kalenderjahr.
  6. SPIELwagen 1035 ist eine gemeinnützige, überparteiliche und nichtkonfessionelle Vereinigung.

§ 2 ZWECK UND WIRKEN

  1. Der Verein begleitet mit seinen Projekten der offenen Arbeit in stationärer und mobiler Form das Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen mit dem Ziel der Emanzipation und Mündigkeit. Im Mittelpunkt stehen dabei die soziale und emotionale Dimension der Persönlichkeit, die Entwicklung von Schlüsselkompetenzen wie soziale Sensibilität, Konfliktlösebereitschaft, Ich-Stärkung und kulturübergreifende Kompetenzen. Der Verein hilft Kindern und Jugendlichen bei der Entwicklung individueller Lebensperspektiven.
  2. Entschieden setzt der Verein Methoden ein, die die Partizipation und Selbstorganisation der Heranwachsenden stärken. Er unterstützt Selbstbildungsprozesse, soziales, politisches und interkulturelles Lernen naCh dem Prinzip des FOrderns und Fordems. Der Verein möchte durch Spiel Kindern und Jugendlichen eine positive menschliche Erfahrung ermöglichen und dabei Weite wie Gemeinschaft, Kreativttät und ganzheitliches Erleben fördern. Mit seinen Spielangeboten leistet der Verein einen Beitrag zur Behebung von Entwicklungsdefiziten. Sie resultieren daraus, dass in anderen Lebensbereichen das spielerische Entfalten von kognitiven, sinnlichen und körperlichen Fähigkeiten weniger möglich ist.
  3. Der Suche von Kindern und Jugendlichen nach Spannung, Abenteuer und Erlebnissen entsprechen wir mit abwechslungsreichen Spiel- und Sportangeboten. Das Erleben von Spaß, die Bewegungsfreude und der selbst bestimmte, verantwortliche Umgang mit dem eigenen Körper führen zur Stärkung der Persönlichkeit und einer sinnerfüllten Gegenwart.
  4. Die Selbsterfahrung in kulturpädagogischen Angebotan sollen großen Kindem zu reflektiertem Selbstausdruck verhelfen. Beim Umgang mit neuen Medien steht die Entwicklung eigener Kompefenzen der Heranwachsenden im Mittelpunkt, aber auch das kritische Verarbeiten der über die Massenmedien verbreiteten Konsumhaltung und Klischees.
  5. Kinder werden durch Beteiligungsmöglichkeiten und Bildungeprozesse on spielerischer Form an das demokratische Gemeinwesen herangeführt. Es werden Spielformen entwickelt, die eine unreflektierte Anpassung an bestehende Verhältnisse verhindern und Einsicht in die Zusammenhänge der Alltagswirklichkeit vermitteln.
  6. Mit anderen Kinder- und Freizeiteinrichtungen in Friedrichshain-Kreuzberg erfolgt eine enge Zusammenarbeit zur Realisierung jugendpolitischer Zielsetzungen.

§ 3: SELBSTLOSIGKEIT

  1. Der Verein ist selbstlos tätig. Er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Ziele.
  2. Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder des Vereins erhalten in iher Eigenschaft als Mitglieder keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins. Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck des Vereins fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.
  3. Die Mitglieder des Vereins dürfen bei ihrem Ausscheiden oder bei Auflösung oder Aufhebung des Vereins keine Anteile des Vereinsvermögens erhalten.

§ 4: MITGLIEDSCHAFT

  1. Mitglied des Vereins kann jede natürliche Person sein, die Seine Ziele unterstützt und sich aktiv für deren Verwirklichung einsetzen will.
  2. Über den Antrag auf Aufnahme entscheidet der Vorstand vorbehaltlich einer anderen Entscheidung der Mitgliederversammlung auf deren nächster Sitzung.
  3. Die Mitglieder sind berechtigt, an der Gestaltung dar Vereinsarbeit mitzuwirken, insbesondere durch die Mitgliederversammlung. Ihnen steht die Wahl in alle Vereinsämter offen.

§ 5: BEENDUGUNG DER MITGLIEDSCHAFT

  1. Die Mitgliedschaft endet – außer durch Tod des Mitglieds und durch Erlöschen der Vereinigung – durch:
    • Austritt
    • Ausschluss
  2. Der Austritt ist durch schriftliche Mitteilung an den Vorstand zu erklären.
  3. Der Ausschluss wird von der Mitgliederversammlung mit 213-Mehrheit beschlossen, wenn ein Mitglied gegen die satzungsmäßigen Ziele der Vereinigung verstößt. Vor der Beschlussfassung ist dem Mitglied Gelegenheit zur Äußerung zu geben.

§ 6: FINANZIERUNG UND HAFTUNG

  1. Die Finanzierung erfoigt durch Spenden und Mitgliedsbeiträge und durch staatliche Zuwendungen.
  2. Die Höhe des Mitgliedsbeitrages wird von der Mitgliederversammlung beschlossen.
  3. Die offene sozial-kulturelle Form unserer Veranstaltungen in eigener Trägerschaft schließt Erlöse durch Eintrittsgelder aus. Der Verein Ist kein wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb.
  4. Spenden an den Verein dürfen nicht mit Bedingungen verknüpft sein, die dem inhaltlichen Anliegen des Vereins und der Satzung entgegenstehen.
  5. Alle Mittel werden für Veranstaltungen im Stadtbezirk Friedrichshain-Kreuzberg eingesetzt. Wird ausnahmsweise eine Veranstaltung außerhalb dieses Territoriums durchgeführt muss der jeweilige Träger für die Kosten aufkommen.
  6. Der Verein haftet für alle Verpflichtungen, die er im Rahmen seiner Zuständigkeit eingegangen ist.

§ 7: ORGANE DES VEREINS

  • Mitgtlederversammlung
  • Vorstand
  • Ausschüsse (Projekte)

§ 8: MITGlIEDERVERSAMMLUNG

  1. Die Mitgliederversammlung besteht aus sämtlichen Vereinsmitgliedern.
  2. Die Mitgliederversammlung ist das oberste Beschlussorgan. Sie ist zuständig für:
    • Wahl und Entlastung des Vorstands
    • Beschlüsse über Richtlinien der Vereinsarbeit und der Arbeit das Vorstandes
    • Verabschiedung des Haushaltsplans und des Jahresabschluss
    • Bestellung und Anhörung von Rechnungsprüfem
    • Bestätigung oder Ablehnung der Aufnahme von Mitgliedern
    • Ausschluss von Mitgliedem nach § 5, Abs. 2
    • Beschlussfassung über Satzungsänderungen bzw. die Auflösung des Vereins
    • Einsetzung von Ausschüssen
    • Genehmigung aller Geschäftsordnungen für den Vereinsbereich
  3. Die Mitgliederversammlung tritt mindestens zwei Mal im Jahr zusammen. Ihre Einberufung erfolgt durch den Vorstand in schriftlicher Form und unter Mitteilung einer Tagesordnung. Die Einladungsfrist beträgt zwei Wochen. Die Frist beginnt mit dem auf die Absendung des Einladungsschreibens folgenden Tag. Es gilt das Datum des Poststempels. Das Einladungsschreiben gilt als ordentlich zugestellt, wenn es fristgerecht an die letzte vom Mitglied dem Verein schriftlich mitgeteilte Adresse gerichtet wurde.
  4. Eine außerordentliche Mitgliederversammlung ist einzuberufen, wenn das Vereinsinteresse es erfordert oder wenn die Einberufung von einem Drittel der Mitglieder schriftlich und unter Angabe der Gründe verlangt wird.
  5. Eine satzungsgemäß einberufene Mitgliederversammlung ist ohne Rücksicht auf die Zahl der erschienenen Vereinsmitglieder beschlussfähig. Jedes Mitglied hat eine Stimme, das Stimmrecht ist nicht übertragbar.
  6. Die Mitgliederversammlung fasst ihre Beschlüsse, wenn nicht für besondere Entscheidungen die Satzung andere Mehrheiten vorschreibt, mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen. Bei Stimmengleichheit gilt ein Antrag als abgelehnt. Stimmenthattungen werden wie nicht abgegebene Stimmen behandelt.

§ 9: VORSTAND

  1. Der Vorstand des Vereins besteht aus dem/der Vorsitzenden, dem/der stellvertretenden Vorsitzenden, dem/der Schriftführer/in, dem/der Schatzmeister/in und einem fünften Mitglied.
  2. Der Verein wird im Rechtsverkehr durch zwei Mitglieder des Vorstands vertreten.
  3. Die Vorstandsmitglieder werden einzeln für die Dauer von einem Jahr durch die Mitgliederversammlung gewählt.
  4. Eine Wiederwahl ist möglich.
  5. Die Vorstandsmitglieder bleiben nach Ablauf der Amtsperiode so lange im Amt, bis ihre Nachfolger gewählt sind.
  6. Vor Ablauf seiner Amtszeit kann ein Vorstandsmitglied nur durch die gleichzeitige Wahl eines neuen Vorstandsmitgliedes abgewählt werden. Für diese Wahl ist eine Zweidrittelmehrheit erforderlich.
  7. Der Vorstand ist für die Erledingung der laufenden Geschäfte des Vereins zuständig und für alle Angelegenheiten, die nicht durch Satzung anderen Organen vorbehalten sind.

§ 10 AUSSCHÜSSE

  1. Ausschüsse werden auf Beschluss der MitglIederversammlung für besondere Arbeitsgebiete oder Projekte des Vereins eingerichtet. Projekte des Vereins werden vertreten durch eine von den Mitgliedern des Ausschusses gewählte und vom Vorstand des Vereins bestätigte Projektleitung.
  2. Der Vorstand kann über Aufgaben, die in das Arbeitsgebiet eines Ausschusses oder Projektes fallen, nur im Einvernehmen mit den Mitgliedern des Ausschusses oder der Projektleitung entscheiden. Ist Einvernehmen nicht herzustellen, ist unverzüglich eine Mitgliederversammlung des Vereins zur endgültigen Entscheidung einzuberufen.

§11 SATZUNGSÄNDERUNGEN

  1. Satzungsänderungen können von der Mitgliederversammlung nur mit Zweidrittelmehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen beschlossen werden.
  2. Ein Antrag auf Satzungsänderung muss mit einem Textvorschlag schon bei der Einladung zu der betretfenden Mitgliederversammlung versandt werden.
  3. Satzungsändenungen, die von Aufsichts-, Gerichts- oder Finanzbehörden ausschließlich aus formalen Gründen verlangt werden, kann der Vorstand von sich aus vornehmen. Diese Satzungsänderungen müssen allen Vereinsmitgliedern alsbald schriftlich mitgeteilt werden.

§ 12 BEURKUNDUNGEN VON BESCHLÜSSEN
Die von Vereinsorganen gefassten Beschlüsse sind zu protokollieren und durch zwei Vorstandsmitglieder zu unterzeichnen.

§ 13 AUFLÖSUNG DES VEREINS UND VERMÖGENSBINDUNG

  1. Die Auflösung des Vereins kann nur von der Mitgliederversammlung mit einer Dreiviertelmehrheit der abgegebenen Stimmen beschlossen werden.
  2. Ein entsprechender Antrag muss vom Vorstand oder mindestens von einem Drittel der Vereinsmitglieder gestellt und mit einer schriftlichen Begründung schon bei der Einladung zur betreffenden Milgliederversammlung versandt werden.
  3. Der Antrag muss auch einen Vorschlag darüber enthalten, welcher als gemeinnützig anerkannten Körperschaft das Vermögesn des Vereins zufallen soll. Das Recht der Mitgliederschaft, eine andere Körperschaft zu benennen, wird davon nicht berührt.
  4. Bei Auflösung des Vereins oder bei Wegfall des gemeinnützigen Zwecks fällt das Vermögen des Vereins an eine andere als gemeinnützig anerkannte Körperschaft im Stadtbezirk Friedrichshain-Kreuzberg, die es ausschließlich und unmittelbar für gemeinnützige Zwecke der offenen Kinder- und Jugendarbeit zu verwenden hat.
  5. Der Beschluss über die Vermögensübertragung wird erst nach Zustimmung der Behörde wirksam, die über die Gemeinnützigkeit zu befinden hat.
  6. Die mit Auflösung des Vereins verbundene Abwicklung der Geschäfte führt der Vorstand nach den Vorschriften des Vereinigungsgesetzes durch.

Berlin, den 4. April 1991
geändert am 13. März 2003