Jahresbericht 2014

Der Jahresbericht von 2014 findet ihr hier als Pdf-Dokument.

"Kinderspiele" von Pieter Breugel nachspielen

„Kinderspiele“ von Pieter Breugel nachspielen

Aufgrund des guten Wetters begann die Spielmobilsaison vorzeitig am 10. März und wurde aus gleichem Grund in die erste Novemberwoche hinein verlängert. Im März und April standen Bewegungsspiele im Mittelpunkt. Die Wochenthemen wurden, wie in den folgenden Monaten auch, aus doppelt so viel Vorschlägen von den Kindern entschieden.
Die aktionsreichsten fanden den meisten Zuspruch. Trotz Mühen, in den Gruppengesprächen für interessante, ruhigere Spielkonstellationen zu werben, blieben diese nach der Auszählung um einige Stimmen zurück. Während der Bewegungs-Wochen aktivierten wir auch unsere spielerischen Kompetenzen, Bestseller wurden entdeckt und Spielfolgen erprobt. In den Osterwochen fand der weiterentwickelte Schwingparcours aus „Quirli“ und „Hottehüh“ im Verbund mit Oster- und Frühlingspielen besonderen Anklang.
Immer wieder aufs Neue versuchten sich die Kinder gerade an den schwierigsten Passagen.

Als Schwerpunkt des Jahres hatten wir unter dem Motto Bunte Häuser = Lebendige Stadt eine Serie von Wochenprojekten entwickelt, in denen wir mit den Kindern spielerisch die Stadt und die vielschichtigen Beziehungen der Bewohner erkundeten. In verschiedensten Konstellationen kamen Gruppen der Häuser miteinander ins Spiel. Je nach Alter und Verständnis der Kinder entwickelte sich ein Rollenspiel aus dem Bauspiel heraus. Spannend verliefen Interaktionen zwischen den einzelnen Häusern.

Wasserstadt Petersburgerplatz 2011

Bunte Häuser – Lebendige Stadt

Im Mai ging es zunächst um die Geschichte des Sesshaftwerdens der Menschen, die Erfindungen der Steinzeit und das Zähmen der Tiere. Die steinzeitliche Höhle konnte von den Kindern in kurzer Zeit aus wenigen Elementen errichtet werden.Im Winter hatten wir die zusammensteckbaren Teile aus Sperrholz hergestellt. Abbildungen berühmter Höhlenzeichnungen regten Gespräche der Kinder über die schwierigen
Lebensbedingungen der damaligen Zeit an. Danach gestalteten sie auf den Holzteilen Jagdszenen mit CD-Markern und farbiger Beize oder kopierten die Bilder. In einer anderen Woche beschützten Ritter (mit Burg) die ersten Städte, deren Bewohner als geschickte Handwerker selbstbewusst auftraten. Das Lebensgefühl der Zeit spiegelte ein Mittelaltermarkt wieder. Wie Berlin Großstadt wurde, erlebten wir mit der Zille- und Ziegelzeit.

Im Juni entschieden sich die Kinder für folgende Wochenthemen: Das Krankenhaus mit Kräuterapotheke und den Bewegungsheilern; die Häuser der Schönheit mit Schneiderei, Hutmacher und Frisiersalon; für das Kino malten die Kindergruppen Bildgeschichten auf Tapetenrollen und führten sie vor; Kulturhäuser waren das Märchentheater, die Galerie und das Geräuschemuseum; Energie- und Klimaforscher bildeten den Abschluss vor den Sommerferien. Karten beider Ortsteile auf Sperrholz sorgsam tischgroß auf Sperrholz gemalt, unterstützten hilfreich den Austausch unter den Kinder und halfen ihnen bei der Orientierung. Wir erhielten damit Kenntnis über ihren Wissensstand und halfen bei der Erlangung neuer Horizonte.

Sieben Wochen dauerte die aktionsreiche Weltreise während der Ferien mit bunten Zelten und viel Wasser. Von Montag bis Donnerstag waren wir von 9 bis 18.30 Uhr auf den Plätzen und konnten Einzelkindern, Feriengruppen und Familien erlebnisreiche Angebote machen. Freitags wurden die Aktionen der folgenden Woche vorbereitet, ehe das Kickmobilprogramm von 14-19 Uhr zur gewohnten Zeit auf dem Zickenplatz erfolgte.

Experimente mit Wasserkaskade und Wasserbaustelle bestimmten das Stadtthema in der Woche nach den Ferien. Turbulent und aktionsreich gestaltete sich die fachgerechte Entsorgung von (sorgfältig gereinigtem) Müll im Staffellauf zweier Mannschaften bei „Wer wird Müllionär?“.
Die Spreeufergestaltung nahmen wir als Beispiel der Mitbestimmung durch die Bürger unseres Bezirks in der Woche der Entscheidungshäuser, Ein Wettbewerb um den guten Geschmack führten Kinderköche mit ihren Rohkostkreationen in der Woche der Gasthäuser. In der Postwoche kämpften gelbe und grüne Post um die richtige und zügige Zustellung der Briefe.

Unsere verschiedenartig mit Kindern zu errichtenden Spielhäuser, die jeweils den Aufenthalt einer Gruppe ermöglichen und aufgrund ihrer Bauweise in unterschiedlicher Art zum Rollenspiel anregen, boten gute Voraussetzungen für die jeweiligen Ansatzpunkte zum Thema Stadt. Bunt sind unsere Spiel-Häuser und verschiedenartig, wie auch alternative Lebensformen von jungen Bewohnern in Berlin und im besonderen in unseren beiden Ortsteilen. Diese Vielfalt macht Berlin interessant. Darauf bezogen wir uns im Spiel mit den Kindern nicht direkt, dennoch halfen wir ihnen Formen der Selbstorganisation in den Spielgruppen bzw. Häusern zu finden. Die meist relativ kurze Aufenthaltsdauer der
Kinder allerdings setzte enge Grenzen.
Aktivitäten im Rollenspiel boten den Kindern vielfältige Möglichkeiten der Entfaltung der Phantasie. Das Ausloten der Aktionsmöglichkeiten um die Spielhäuser, im gleichzeitigen in Beziehung setzen zur realen Stadt, möchten wir  unbedingt 2015 fortsetzen. Viele Ansätze scheinen uns möglich, die Kinder werden sie mit uns entdecken.

Das Thema Stadt ist seit der Gründung des Vereins und seinem Vorläufer, der ehrenamtlichen Arbeit des SPIELWAGEN BERLIN 1979, ein zentrales Anliegen und immer wieder neu zu gestaltende Möglichkeit, für demokratische Verhaltensweisen zu werben. Kinder reflektieren in diesem Spiel ihre Sicht auf das Zusammenleben der Menschen und werden sich vielleicht auch erst im Nachhinein der Werte bewusst.

Der Einsatz von Spendenmitteln
Erstmalig konnten wir in einem Haushaltsjahr mit Spenden unsere Angebotspalette so umfassend ergänzen. Dies geschah punktuell für die Zeiten mit sehr hoher Besucherzahl.

Einsatz von 4084€, dem Erlös des Sponsorenlaufes der Schule am Traveplatz

Das großartige Zusammenwirken der Lehrer und Erzieher, unter Einbeziehung der Eltern,
hatte den alle Kinder begeisternden Lauf im Oktober 2013 ermöglicht. Das gemeinschaftliche Erlebnis führte die meisten zu persönlichen Bestleistungen. Damit ergab sich der respektabele Betrag, dank der zahlreichen Platzrunden jedes Einzelnen. Damit konnten wir die Spielaktionen 2014 dienstags auf dem Traveplatz noch reichhaltiger gestalten. Unser Standardangebot, das Erfahrungs- und Bewegungsfeld, wurde ergänzt mit hochwertigen Spielgeräten, mit zwei Federbrettern, einer Balancierwalze, zwei Twistern und zwei Paar Stelzen. Die Palette der Geschicklichkeitsfahrzeuge wurde erweitert mit einem Pedalo, einem Swingcart, dem beliebten Challenger und einem Sausmaus-Rollbrett.

Für neue Spielgeräte wurden insgesamt 1246 € ausgegeben!

Traditionell ist die Zahl der Kinder in den Ferien vormittags besonders hoch. Dank der Mittel verstärkten wir uns mit freien Mitarbeitern z.B. für Akrobatik am Vertikaltuch, das Rhönrad und den brasilianischen Kampftanz Capoeira.

Zur zusätzlichen Ausgestaltung der Angebote an Tagen mit besonders hoher Besucherzahl, wurden 2842,- € für zusätzliche Kräfte, Aufwandsentschädigungen bzw. Honorare eingesetzt.

Spendenmittel von 5000,-€ des Vereins „Anschutz hilft“ der O2 World

Die Spende ermöglichte die thematisch angelegten Spielaktionen durch zusätzliche Kräfte in Zeiten mit besonders hohen Besucherzahlen um weitere Angeboten für große Kinder auf allen Plätzen zu bereichern. Das eigentliche Bau-, Rollen und Bewegungsspiel unserer beiden festen Kräfte zum Wochenthema erhielt in diesen Abschnitten zwar Konkurrenz, die entspannte Atmosphäre auf den jeweiligen Plätzen beflügelte andererseits die mitspielenden Kinder deshalb um so mehr.

In den Ferienwochen verpflichteten wir zusätzliche Helfer für attraktive Bewegungs-Angebote wie Akrobatik, Tanz und

Eisenbahn

Allerhöchste Eisenbahn, einladen zum verladen

Rhönrad. Im Interesse der Einzelkinder, Hortgruppen und Familien erweiterten wir in den Ferien die Angebotszeit auf neuneinhalb Stunden von 9 Uhr bis 18.30 Uhr. Nachmittags ab 15.30 Uhr, wo viele Familien den Platz aufsuchen, differenzierten wir die Angebote mit einer zusätzlichen Kraft, z.B. einem Musikpädagogen mit Klangwerkstatt.

Am Abend, wenn wir von 18 – 18.30 Uhr einräumten, wurden die Spielaktionen häufig durch Clown Carlos wirkungsvoll abgeschlossen. Seine von den Kindern mit Spannung erwarteten Auftritte wurden jeweils mit einer bescheidenen Summe aus den Spendenmitteln vergütet.

Besonders wichtig war uns die regelmäßige personelle Verstärkung mit einer weiblichen Kraft freitags auf dem Hohenstaufenplatz für differenzierte Angebote an Mädchen. Dies gelang zunächst mit einer ausgebildeten Sportlehrerin, später dank der Akrobatik am Vertikaltuch durch eine Sportstudentin. Zeitgleich auf dem Boxhaqgener und Zickenplatz qualitativ gute Angebote zu machen, war ebenso mit den Spendenmitteln möglich. Auch an anderen Tagen mit personellen Engpässen konnten die Spielaktionen damit gesichert werden. Nahezu acht Monate war der SPIELWAGEN wochentags im Bezirk auf großen Stadtplätzen bzw. Parks jede Woche mit anderem Angebot unterwegs. Zusätzlich wurden Schul- und Sportfeste mit attrativen Bewegungsanboten bereichert.

160,-€ wurden für eine kleine Musikanlage eingesetzt, 4840,-€ für Aufwandsentschädigungen und Honorare für Kräfte zur Verstärkung in den Spitzenzeiten

Wochenendveranstaltungen

Viele unserer täglichen Angebote dienen der Bewegungsförderung der Kinder. Bei einigen großen Veranstaltungen, wie dem Fest zum Kinderkarneval der Kulturen im Görlitzer Park, dem Traveplatzfest oder dem Straßenfest in der Richard-Sorge-Straße werden besonders attraktive Großgeräte, unter Einbeziehung vieler Helfer, zugleich aufgebaut, wie es wochentags sonst nicht möglich ist. Kinder aller Altersgruppen konnten sich auf vielerlei Weise ausprobieren und ihre Kräfte messen. Sie hatten viel Spaß dabei und zeigten den Eltern ihre erworbenen Fertigkeiten auch an den kleineren Geräten des Erfahrungs- und Bewegungsfeldes. Weitere Akzente boten aktionsreiche Regelspiele. Neben den Geschicklichkeitsfahrzeugen fanden die Rennfahrzeuge regen Zuspruch. Auf den langen Wegen des Platzes konnten sich die Kinder voll verausgaben.
Unsere breite Angebotspalette wirkte bei diesen Festen mit den verschiedensten Partnern im Bezirk strukturgebend. Wir verlassen unseren Bezirk mit Angeboten nur ausnahmsweise, im Mai präsentierten wir Ansätze unserer Arbeit beim Spielemakt in Potsdam (einer für alle offenen Fortbildungsveranstaltung) mit dem Gipfeltreffen. Es verlangt von zwei Spielern besonders kooperatives Handeln.

„Grand Prix Forcki“ und „Bewegter Forcki“

Eigene Wochenendveranstaltungen im Samariterkiez wie der „Grand-Prix Forcki“, „Bewegter Forcki“ und Drachenfest helfen uns, die Beziehungen zu den Familien im eigenen Kiez zu stärken und für die Winterarbeit im Schülerclub zu werben. Aus Gesprächen wissen wir, dass manche Familie auf Drängen der Kinder den Platz erst durch die Einladung zum Fest aufsucht und schätzen lernt. Oft kommen Familien bei diesen Veranstaltungen über ihre Kinder in Kontakt. Wir möchten mit jährlich drei Spielaktionen am Wochenende im Samariterkiez weiterhin für ein gutes
Lebensgefühl der Menschen beitragen.

Lange und intensiv vorbereitet, fand das Rennen auf einem mit bunt beklebten Malereimern markierten Rundkurs auf Wegen des Platzes statt. In fünf Tönen waren die Siegertrikots gefärbt und mit dem Logo im Brustbereich versehen. Im Schülerclub war es für die Kinder interessant die Techniken des Färbens und des Siebdrucks kennenzulernen. Scheesen und Rikschas waren überholt worden, Achsen und Räder ausgetauscht und geschmiert. Der Fahrspaß hat sich mit der neuen Polsterung erhöht. Dennoch liegt jedes der Fahrzeuge, je nach Herkunft seiner Räder und der Bauart, anders in den Kurven.

Zu Beginn hatten alle die Möglichkeit sich für das ihnen gemäße Fahrzeug zu entscheiden und für die Tücken des Kurses die geeignete Fahrweise zu finden. Dann folgten Rennen in den Altersklassen, begrenzt auf maximal vier Fahrzeuge. Der Start lag zu Beginn der längsten Geraden des Kurses. Jeweils zwei Runden dauerte ein Rennen, nach einer Runde war Fahrer- und Schieberwechsel.

Stolz zeigten sich die ersten Siegerpaare in ihren Trikots. Vor jedem Start wurde es spannend beim Wettbüro. Zuschauer und Teilnehmer hatten die Möglichkeit einen Tipp abzugeben, wer das nächste Rennen gewinnen würde. Nach dem Rennen erhielten sie bei richtiger Vohersage einen Kaubonbon.

Trotz kühler Witterung war die Beteiligung gut. Ein gelungener Start in den Frühling auf dem wichtigen Kiezplatz im Norden von Friedrichshain. Auch unsere Kollegen aus Pankow nahmen mit einigen Kindern teil und gingen am Ende stolz mit einem Trikot nach Hause. Schön, wenn das Rennen im Frühjahr zur Tradition werden könnte.

Die mit Kindern hergestellten Spielmittel tragen wesentlich die Atmosphäre auf den Plätzen

Die Angebote zum Bau-, Rollen- und Bewegungspiel wirkten auch in diesem Jahr gewinnend und motivierend durch

Kräftig bauen an der Kraftmachine

Kräftig bauen an der Kraftmachine

selbst geschaffene Spielgeräte. Im Winter fertigten und gestalteten Kindern im Schülerclub aus Sperrholz und Leisten vielseitig einsetzbare Bauspielelemente mit versiegelter Oberfläche. Auf den Plätzen schaffen Kinder damit ihren Spielraum fürs gemeinsame Rollenspiel. Neben der einfachen Funktion als markierende Spielflächen entstehen Spielhäuser, Höhlen, Burgen, Brücken, Kräne, Türme, Apparate. Zugleich erwerben die Kinder mit der wiederholten Nutzung technische Grundkenntnisse und handwerkliches Geschick. Oft sind es nur kleine Sonderteile, die die
spezifischen Funktionen eines Bauobjektes, passend zum Spielthema, zum Tragen zu bringen und das erlebnisreiche Spiel mit Freunden möglich machen.

Neu gefertigte Transmissionsräder mit tieferer Rille.erhöhten die Funktionssicherheit des „Mühlenhauses“ und des „Kraftwerkes“. Für die Wasserbaustelle erfanden wir Verbindungen, die es den Kindern gestatten, selbstständiger die Rohrleitungen zu legen. Experimentiert wurde an heißen Tagen viel an der Wasserkaskade, Kinder leiteten das Wasser durch Überlaufen von den an Strippen unterschiedlicher Länge, aufgehängten Gefäßen. Spitz zulaufende Tüllen brachten auch wenig abfließendes Wasser wirksam zur Geltung. Ein dichtes Gitterdach aus Rundstäben ermöglichte das korrekte Aufhängen der präparierten Tetrapacks. Während der Ferienangebote standen Wasser- Experimente wie dieses im Zusammenhang mit Spielaktionen zur Erkundung anderer Kulturen, an heißen Tagen half uns das Wasser zwischen den bunten Häusern das Spiel lebendig zu halten.

Mit den hochwertigen Geräten des weitgehend unbetreuten Erfahrungs- und Bewegungsfeldes entsprechen wir dem Bewegungsdrang der Kinder. Auch hier versuchen wir jede Woche neue Reize zu bieten. Was sich nur irgenwie ins Auto laden lässt, bringen wir mit. Andererseits zwingen uns Verschleiß und gelegentlich Vandalismus, hochwertige
Geräte aus dem Angebot zu nehmen und sie zügig instandzusetzen. Die Industrie stellt Geräte, wie die Balancierrollen und das Pedalo vor allem für die Nutzung in Turnhallen her. Unter unseren Bedingungen auf den Plätzen, wo es auch mal regnet, sind manche Geräte aus Schichtholz nach einer Saison unbrauchbar.

In diesem Jahr standen unsere Spielhäuser in immer neuen Kombinationen im Mittelpunkt der meisten Wochenthemen. Es wurde gebaut und gewohnt, miteinander gehandelt und sich gegenseitig besucht. Täglich gab es mindestens zwei Häuser, möglichst jedoch drei, damit es spannend zwischen den Gruppen zugeht. Die Materialien zum Bau der Häuser werden den Zielsetzungen entsprechend zusammengestellt. Zügig zu errichtende Bauten in Steckbauweise ermöglichen ein ausgedehntes Rollenspiel. Bekletterbare Objekte bereichern zwar die Spielpalette, lenken aber vom Rollenspiel ab. Aufwändiges Konstruieren mit Sperrholzplatten und Lochleisten fordert das Zusammenwirken der Kinder, verhilft zu technischem Verständnis. Einfache Lösungen, wie unsere Klapprahmen bieten die geeignete Kulisse für das darstellende Spiel.

Da uns in der zweiten Nachmittagshälfte auch viele Familien mit Vorschulkindern besuchen und nach altersgerechtem Spielzeug in Kleingruppen suchen, besteht die Gefahr, dass die eigentliche Zielgruppe der Schulkinder zu kurz kommt. Damit alle zu gutem Spiel finden, streben wir an, die einzelnen Spielbereiche weit auseinanderzuziehen und den Jüngsten, betreut durch ihre Eltern, differenziert kreative Angebote mit entsprechendem Kleinmaterial
zu machen.

Für die bewegungsfördernden Angebote des Kickmobils, freitags auf dem Zickenplatz, in den Ferien ergänzend zu den Themen und bei Schul- und Kiezfesten im Bezirk, wurden neue Ideen umgesetzt, bzw. Geräte verbessert. So wurden der neue „Schwingparcours“ in verschiedenen Kombinationen ausprobiert und verbesserte Zusatzteile angefertigt.

Die Aufsteiger, nur für wer über alle hinaus will.

Die Aufsteiger, nur für wer über alle hinaus will

Innerhalb der Winterarbeit mit großen Kindern im Schülerclub wurden die Teile für den künftigen Kletterwald hergestellt und erste Kletterversuche gestartet.In der bewährten Form der „Aufsteiger“ erfolgt die standsichere Aufstellung von PVC-Rohren. Die präzise Passform mit der notwendigen Haftreibung der 8,5 cm hohen Sockel durch übereinander verleimte Sperrholzstücke herzustellen, bedingte mühevolles akurates Feilen.
Die Kinder bemalten mit CD-Markern und Beize die Sockel mit phantasievoll gestalteten Wurzeln, dazwischen schauen Wildtiere und Fabelwesen heraus. In unregelmäßig um die Stämme angebrachte Bohrungen, werden an den Enden stark gerundete und geschälte Hartholzknüppel aus Wildwuchs von Esche, Ahorn und Robinie durchgesteckt, die Kindern den Aufstieg ermöglichen. Eine Querverbindung mit Bambusstangen ist in verschiedenen Höhen möglich und regt zum Hangeln von einem Stamm zum anderen an. Darunter liegen Weichsprungmatten. Die Kinder klettern nur unter Aufsicht.

Die Rohre selbst erhalten kindgemäßen Ausdruck durch von Kindern geschnittene Gebilde aus hochwertiger Grafikfolie. Den Kletterwald werden wir erstmals während der Osterferien 2015 einsetzen. Ganz sicher wird er künftig auch viele Kiez- und Schulfeste bereichern.

Mit unserer Arbeit leisten wir einen wichtigen Beitrag zum Wohlbefinden der Kinder und Familien im innerstädtischen Raum. Auf den öffentlichen Grünflächen entsteht, an die jeweiligen Wochentagen gebunden, ein zusätzlicher, attraktiver Spielplatz. Durch die Arbeit im öffentlichen Raum arbeiten wir extrem niedrigschwellig und tragen so zur Integration und Inklusion aller Kinder bei. Wir fördern spielerisch und damit lustvoll, die körperliche und geistige Entwicklung der Kinder und unterstützen die Ausbildung von Schlüsselkompetenzen.